Mittwoch, 6. November 2013

Impfen & Neurologische Integration.

Lange habe ich überlegt, ob ich das Thema Impfen auf meinem Blog thematisieren soll. Es ist ein Thema, welches die Mütter spaltet und über das man stundenlang diskutieren kann.

Ich spreche da aus eigener Erfahrung. Wo mehrere Mütter aufeinander treffen, kommt nach dem "Schläft dein Kind schon durch? Meins schafft schon 8 Stunden am Stück" auch "Wir waren letzte Woche beim Impfen. Klein Ida war ja so tapfer. Ihr impft doch sicher auch alle, oder?!"

Es gibt die Mamis (Pro-Impfen), die direkt von ihren Impfstorys erzählen, Impfen ist schließlich wichtig und man wurde auch geimpft und die eigenen Eltern auch und so weiter.

Dann gibt es die Mamis, die in der Diskussionsrunde erst still und etwas desinteressiert zuhören. Diese Mamis (ich nenne sie mal die toleranten Impfgegener) schalten sich erst mit ein, wenn Sätze fallen wie "Unverantwortlich, nicht zu impfen ist wirklich fahrlässig!" oder "Meine Schwägerin lässt ihren Hans-August nur teilweise Impfen, ich frage mich wo die ihren Verstand gelassen hat."

Und dann gibt es noch die Mamis (die absoluten Impfgegner), die direkt an die Decke gehen und sich mit den "Pro-Impfen"-Mamis ein echtes Gefecht bieten. Ohja. Es geht manchmal heiß her beim Pekip, Babyschwimmen, Elterncafe. Manche Mamafreundschaft ist an diesem Thema schon zerbrochen. Schade eigentlich.


Ich möchte mit diesem Post keine Diskussion "Pro-Contra Impfen" auslösen. Ich bin tolerant und gehöre zu den Müttern, die sich meist gelangweilt in eine Ecke verkrochen haben um zu stillen. Das Wort Impfen löst in mir nämlich eine große Unsicherheit aus. Es gibt viele Fakten, die für das Impfen sprechen und viele dagegen. Als ich mich mehr mit dem Thema beschäftigt habe, wurde mein Fragezeichen (???) im Kopf nicht kleiner, sondern noch größer. Möchte ich Schuld an einem Impfschaden sein, den Paul vielleicht bekommen kann oder möchte ich eine Maserninfektion in Kauf nehmen?

Der Räuberpapa und ich haben uns für das Impfen entschieden. Jedoch lassen wir manche Impfen weg - Rotaviren und Windpocken.

Der kleine Räuber wurde immer etwas später geimpft. Die Termine von der 6-Fach Impfung habe ich immer nach hinten geschoben. Besonders gegraut hat es mir aber vor dem ersten Lebendimpfstoff. Für ein kleines Immunsystem vielleicht nicht ganz so einfach wegzustecken.

Ich habe eine Therapeutin gefunden, die sich mit "Stärkung des Körpers durch Neurologische Integration" beschäftigt. Einige von euch werden jetzt sicher schmunzeln oder die Augen verdrehen. Aber ich stehe total hinter dieser Art von Therapie. Schließlich hat das Gehirn eine ganze Menge mit unserem Empfinden zu tun und steuert uns.

"Neurologische Integration nach Dr. A.K. Phillips D.O. ist keine Behandlungstechnik, sondern ein Behandlungssystem für modernes, nicht-invasives Gesundheitsmanagement. Es ermöglicht dem Gehirn des Patienten eine neurologische Dysregulation und die daraus resultierenden somatischen Dysfunktion zu erkennen, die Kontrolle wieder zu übernehmen und erforderliche Regulations- und Reparationsvorgängen einzuleiten. Die vom Patienten geäußerten Symptommuster können dadurch effektiv in der Ursache angegangen werden."

Ich war mit Paul schon öfter dort in Behandlung und habe wirkliche tolle Erfahrungen gemacht. Sie hat uns geholfen den Weg für Paul zum Krabbeln zu erleichtern - die schwache Muskulatur zu stärken oder die Nächte etwas angenehmer werden zu lassen. Man geht immer mit einem positiven und gestärkten Gefühl nach Hause.

Zuück zum Impfen. Den Impfstoff habe ich gestern vom Kinderarzt abgeholt und mit in die Behandlung genommen. Die Ampullen wurden auf Pauls Bauch gelegt. Dann wurde ausgetestet. Da die Behandlungsmethode wirklich sehr komplex ist, möchte ich alle interessierten Leser bitten den Kasten weiter unten durchzulesen.

Neurologische Integration und Osteopathie

 "Das Überleben des Organismus hängt von seiner Fähigkeit ab, Informationen aus der Umgebung richtig aufzunehmen und zu verarbeiten."
Bruce Lipton PhD
Der Ansatz der Neurologischen Integration  ist ein rein manuelles Behandlungskonzept zur Diagnostik und Behandlung von Regulationsstörungen in allen Körpersystemen. Ziel ist es über das Nervensystem die Kohärenz zwischen Umwelt und Mensch wiederherzustellen und damit die Selbstheilung zu ermöglichen.

Anwendungsmöglichkeiten

Auf diese Weise können Fehlsteuerungen im Bewegungssystem, in den Organen und im ZNS aufgefunden und korrigiert werden. Fehlsteuerungen im Hormonsystem, Immunsystem und Verdauungssystem können behoben werden, pathologische Faktoren wie Viren, Pilze und Bakterien können lokalisiert und vom Körper eliminiert werden. Es werden keine Nadeln, keine Injektionen, keine Medikamente und keine Hilfsmittel (außer ein Stixgerät zur Entnahme eines Bluttropfens) oder technisches Zubehör benötigt.
Beispiele der Anwendungsmöglichkeiten:
  • Akute und chronische Schmerzen aller Art
  • Akute und chronische Infektionen/Störfelder
  • Neurologische Störungen aller Art
  • Affektive und kognitive Störungen
  • Entwicklungsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen und Lernschwierigkeiten bei Kindern
  • Hormonelle Störungen
  • Vegetative Störungen wie Schlafstörungen und Verdauungsstörungen
  • Hauterkrankungen
  • Allergien und Asthma ... u.a.

(Quelle - www.claudiageis.de)

Bei der Behandlung ist Paul immer mit mir in Kontakt und wird durch mich mit Kinesiologie (Muskeltest)  ausgetestet. Das Ganze klingt ganz schön kompliziert und es Außenstehenden zu erklären ist schwierig.

Die ganze Behandlung schließt nicht aus, dass Paul an Fieber o.ä. erkranken kann. Bei ihm kam raus, dass durch die Impfstoffe seine Schilddrüse und die Leber (die beide sehr hormongesteuert sind) "angegriffen" worden wären. Das wäre mir vielleicht erstmal nicht weiter aufgefallen, jedoch verlangsamt sich dadurch seine Entwicklung.

Durch die Behandlung mit den Impfstoffen wurde der kleine Körper jetzt gestärkt und ich bin mit einem besseren Gefühl zum Kinderarzt gefahren. Dort war ich natürlich wieder viel aufgeregter als mein Sohn. Kein Mucks hat der kleine Bub von sich gegeben - ich war total erstaunt und stolz.

Ich möchte mit diesem Post einfach nur ermutigen, wenn ihr euch bei dem Thema Impfen auch so unsicher seid, einfach nach Alternativen zu suchen. Auch wenn ich die "Neurologische Integration" gerne etwas "besser" und "fachmännischer" erklärt hätte, hoffe ich, dass ihr vielleicht neugierig geworden seid und nicht mit Kopfschütteln vor dem Laptop sitzt.

Ich freue mich über eure Erfahrungen zum Thema Impfen, bitte jedoch die extremen Impfgegner und Pro-Impfer eine andere Plattform für Diskussionen zu suchen.

Liebe Grüße,

Laura

Kommentare:

  1. Ein schwieriges Thema, das auch mir viele schlaflose Nächte bereitet hat. Wir haben einen KiA, der nicht nach Stiko-Empfehlung impft und der uns gut beraten hat. So haben auch wir den Weg des späteren Impfens gewählt (erstmals mit einem Jahr) und zunächst nur 5fach. Die erste Lebendimpfung (MMR) bekam das große Mädchen mit zwei Jahren und dann auch nur eine, weil die Titerbestimmung den höchsten Wert nach dieser einen Impfung ergab. Auch die 5fach-Impfung wurde einmal weniger aufgefrischt, was übrigens in anderen Ländern (Schweiz u.a.) generell so üblich ist, sprich, dort wird allen Kindern eine Impfdosis erspart, etwas weit hergeholt hat somit unser großes Mädchen im Urlaub in der Schweiz den vollständigen Impfschutz und kommen wir zurück in unsere Heimat, dann hat sie ihn nicht (allein das, finde ich, sollte nachdenklich machen). Und nein: Ich bin kein Impfgegner, ich bin froh, dass es Impfungen gibt, aber ich sehe auch eine Gefahr für solch einen kleinen Körper. Liebe Grüße. Sina

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  2. Hallo aus Holland (diesmal mit dem richtigen Bloggernamen)!
    Ich muss gestehen, ich habe die Standardimpfungen gar nicht in Frage gestellt, als die fällig waren. Wahrscheinlich ist das ganze Thema hier in Holland aber auch nicht so umstritten, und wenn, dann eher aus religiösen Gründen.
    Bei uns gab es mit den Impfungen keine Probleme - außer dem, dass ich fast auch in Tränen ausgebrochen wäre, haha! Ich hab allerdings eine Freundin in Deutschland, deren jüngster Sohn seit kurz nach der ersten Impfung Neurodermitis hat, und sie hat herausgefunden, dass da wohl doch ein Zusammenhang bestehen könnte. Und nachdem sie sich mal eingehender mit dem Thema Impfen beschäftigt hatte, kam sie zu dem Schluss, dass sie ein eventuelles drittes Kind zwar impfen lassen würde, aber erst nach dem ersten Geburtstag. Weil dann das Immunsystem stark genug ist, um diesen "Angriff" zu meistern.
    Das hat mir doch zu denken gegeben. Vielleicht würde ich bei einem zweiten Kind auch lieber bis nach dem ersten Geburtstag warten...wer weiß. Tatsache ist jedenfalls aber, dass gegen Rotaviren und Windpocken hier in Holland sowieso nicht geimpft wird. Man kanns auch übertreiben...
    Liebe Grüße,
    K.

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  3. Ich finde es super von dir, dass du das Thema trotz allen "Gefahren" ( ;-) ) angesprochen hast und kannte den Neurologischen Ansatz noch nicht, allerdings muss ich gestehen, dass ich ihn auch nicht ganz verstanden habe, aber das macht ja nichts! :-D

    Schön, dass ihr einen guten Weg für euch gefunden habt!

    Wir haben ganz normal nach Stiko geimpft und sind damit auch zufrieden.

    Liebe Grüße,
    Janina

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  4. Ich kann nur das Buch "Impfen Pro und Contra" empfehlen.
    Es ist wirklich gut,nicht ideologisch (in welche Richtung auch immer) und sehr gut evidenzbasiert! Es bringt oft gute Aufklärung in den Informations-Dachungel.
    Wir persönlich haben uns entschieden unsere Tochter erst nach dem 1.Geburtstag impfen zu lassen,v.a. wegen dem Trägerstoff Aluminium,der in der hochsensiblen Gehirnentwicklung des Säuglings negative Auswirkungen haben kann...
    Ich finde es einfach wichtig,eine informierte und bewusste Entscheidung zu treffen (wie auch immer die dann sein mag)
    Alles Liebe,
    Ida (Hebamme und Mami einer 5-Monate alten Maus)

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  5. Ich finde auch, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, wie, was und wie oft er sein Kind/seine Kinder impfen lassen möchte. Unsere Tochter ist auch geimpft, aber nicht gegen alles. Es gibt ja genug Wege, die man gehen kann und jeder sollte den des anderen respektieren.

    Liebe Grüße
    Sabrina

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  6. Mutig! ;)
    Anfangs habe ich einfach dem Kinderarzt vertraut. Ich muss aber dazu sagen, ich wurde nie wirklich aufgeklärt. Erschreckend, oder!? Ich hab impfen lassen und lasse auch weiter impfen, löchere aber den neuen Arzt deutlich mehr und entscheide dann. Weißt du, ich wollte mich insgesamt schon während der Schwangerschaft nicht durch das WWW verunsichern lassen. Hätte ich diese ganze Impfdiskussion damals schon gelesen, wäre ich wohl nur noch ein zittriges und ängstliches Etwas mittlerweile. Richtiger Weg? Ich kenne ihn nicht. Leider.
    Und ehrlich gesagt, den Neurologischen Ansatz habe ich auch nicht verstanden. So wirklich gar nicht. Aber ich lese mir das noch mal durch, vielleicht macht es dann KLICK. Manchmal brauche ich länger, um solche Informationen zu verarbeiten. :D

    ;)

    Liebe Grüße
    Tanja

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  7. Hey!

    Beruhigend für mich zu wissen dass es nicht nur ja oder nein als Antwort auf die Impffrage gibt, sondern auch das oder.
    Danke für den Bericht ohne Fingerzeig!

    Grüße :)

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  8. Liebe Laura, ich finde es toll das du dich mit diesem doch sehr heiklen Thema auseinander gesetzt hast und gezeigt hast, das man eben noch möglichkeiten hat das Impfen etwas risiko-ärmer zu gestalten. Mein kleiner Zwerg ist jetzt 5Monate alt und über das Impfen habe ich mir nächte lang den Kopf zerbrochen, insbesondere weil ich Impfungen eben auch nicht gut vertrage. Letztendlich bin ich aber zu dem gleich entschluss gekommen wie du, Impfen Ja, aber es gibt auch Impfungen die man später machen lassen kann oder die Ich lieber weglasse. Bei den Rotaviren habe ich auch ganz schön gezögert, aber da wir in Wien leben und das Straßen-und U-Bahn fahren zum alltag gehört und mir 5KA + mein Facharzt alle dazu geraten haben, habe ich dann auch dieser Impfung zu gestimmt, zum Glück ist alles gut gegangen.
    Ich bin zwar kein klassischer Pro-Impfer, dennoch finde ich das in der heutigen zeit manche Impfungen wichtiger den je sind, gerade weil durch Impfungen viele Krankheiten "vergessen" wurden und keiner mehr weiß was Polio eigentlich für ein Kind bedeutet.
    Liebe grüße :)

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  9. Hallo Laura,
    das Thema ist wirklich immer sehr heikel. Schön das du es trotzdem angesprochen hast. Wir haben unsere Beiden im 1. Jahr nicht geimpft. Ich hätte auch jetzt nicht alles geimpft, aber da wir ja nach Amerika gehen musste ich jetzt alles durchimpfen lassen. Die sind dort sehr streng. Als wir mit Lucas dort im Krankenhaus waren als er im Urlaub ganz schlimm gestürzt war, waren die entsetzt das der Kleine nur die 6-fach Impfung hatte und sonst noch nix.
    Wir waren jetzt heute wieder. Und mein Mutterherz blutet jedes mal. Wir haben bisher, gott sei dank, noch nie eine Impfreaktion gehabt,
    Das mit der Neurologischen Integration hatte ich nicht gekannt. Vielen Dank für den tollen Beitrag!

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  10. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass dieses Thema bei unseren Miteltern eigentlich noch nie für hitzige Diskussionen gesorgt hat, Gott sei Dank sind da alle sehr selbstsicher.

    Wir haben uns nach der Geburt von den Medizinern in unserer Familie beraten und aufklären lassen, haben ein paar Impfungen ausgesetzt und uns sonst eigentlich wenig irritieren lassen.

    LG
    Saskia

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  11. Klingt interessant. Ich verstehe jedoch nicht so ganz was es ist :)
    Bei uns gab es bisher keine hitzigen Diskussionen.

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  12. Liebe Laura,

    danke für den Artikel (der so gar nicht das oft übliche schwarz/weiß enhält) und die interessanten Infos. Vielleicht ist das ja ein Weg auch für uns... Wir sind nämlich auch feste am grübeln. Viele meiner Freundinnen lassen nicht impfen, wir sind uns da nicht so sicher und überlegen ob doch... oder vielleicht erst nach dem 1. Geburtstag.
    Wir werden sehen - danke und liebe Grüsse, Mojo

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