Dienstag, 23. April 2013

Vom Baden und Co.

In meiner Schwangerschaft habe ich oft darüber nachgedacht wie Paul das Baden wohl findet. Ich habe mir ausgemalt, wie er glucksend und jauchzend vor Freude im Wasser plantscht und nicht genug bekommen kann. So oft wie möglich wollte ich ihn baden.
Wir haben uns einen Badeeimer organisiert und eigentlich braucht ein Baby ja auch noch eine Babybadewanne. Da unser Waschbecken aber ziemlich groß ist und wir auch Besitzer einer Badewanne sind, wurde dieser Kauf erstmal hinten angestellt.

Paul kam fast 8 Wochen zu früh auf die Welt. So klein und zerbrechlich. Ein paar Wochen haben wir mit ihm im Krankenhaus verbracht und uns wurde gezeigt wie wir unserem Frühchen den Start ins Leben verschönern können.
Auf der Intensivstation gab es Badetage. Aber die Freude, die ich in meiner Schwangerschaft verspürt habe meinen Sohn zu baden, war weg. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen mein kleines Baby in Wasser zu tauchen. Ich war froh, dass die Krankenschwestern keine Zeit hatten uns das Baden zu zeigen.

Wir durften Paul also ungebadet mit nach Hause nehmen. Ein Glück, denn diese Babyhaut braucht kein Wasser. Dieser Duft sollte für immer bleiben. Paradiesisch.


Nach ein paar Wochen haben wir unseren kleinen Wurm mit Hilfe von meiner Hebamme gebadet. Dieses kleine Wunder in diesem großen Badeeimer. Er ist im warmen Wasser direkt eingeschlafen und schwebte, ein toller Augenblick. Völlig tiefenentspannt.

Danach hatte Paul die Nase voll vom warmen Nass. Es wurde nur noch geweint. Auch mit Papa in der Badewanne war die Entspannung verschwunden. Alles was ich mir ausgemalt hatte, wurde doch ganz anders. Anstatt Badecreme habe ich an Pauls Haut nur Wasser oder Muttermilch gelassen. Ein Baby duftet himmlisch genug. Warum also manipulieren? Aus "alle paar Tage baden" wurde ganz schnell "alle 2 Wochen baden". Denn warum öfter? Ein Baby wühlt nicht im Dreck. Ein Waschlappen tut es auch.

Auch mit Babyschwimmen haben wir Paul nichts gutes getan. Nach einmal schnuppern haben wir den Kurs abgebrochen. Paul war noch nicht soweit. Als er im Wasser fürchterlich geweint hat, habe ich meine beiden Männer direkt rausgewunken. Mein Mamaherz hat es zerrissen, fast hätte ich ein Hechtsprung ins Becken gemacht.


Jetzt mit fast 11 Monaten geht Paul gerne in die Badewanne und auch den Badeeimer haben wir mal wieder ausprobiert. Er plantscht mit großem Vergnügen und liebt es seinen Papa nass zu machen. Da mein Vorrat an eingefrorener Muttermilch aufgebraucht ist, benutzen wir jetzt die Pflegeprodukte von Weleda. Gebadet wird bisher trotzdem nur alle 2 Wochen.

Ich bin froh, Paul die Zeit gegeben zu haben, die er braucht. Er geht gerne baden und entwickelt sich bestimmt noch zu einer richtigen Wasserratte.


Was habt ihr für Erfahrungen mit dem Thema gemacht?

Ich wünsche euch einen tollen Dienstag.

Liebe Grüße,

Laura

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